Weihnachtsfest und Jahreswechsel

Jedes Jahr erreichen mich Mails und Fragen, wie wird bei euch das Weihnachtsfest gefeiert? Eigentlich überhaupt nicht, denn über 90 Prozent der Einheimischen gehören der buddhistischen Religion an. Der Buddhismus kennt kein Advent- und Weihnachtsfest. Aber es wird hier auch immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Daran haben auch die ausländischen Supermärkte ihren großen Anteil. Die haben diesen Markt aufgemacht und erzählen den Einheimischen, dass die christliche Religion eine offene ist, was ja nicht stimmt. Als junger Mann sollte ich, nach Wunsch meiner Mutter und die damalige Freundin war Katholikin. Ich als Christ war dazu nicht geeignet und so sollte ich einen Religionsunterricht besuchen. Ich winkte ab und das war gut so. Aber die triebigen ausländischen Unternehmen lassen nicht locker, denn Geschäft ist Geschäft. So werden die Verkäuferinnen mit einer roten Zipfelmütze ausgestattet und nun klingt Jingle Bells stundenlang sowie lautstark aus allen Lautsprechern. Für mich ist das schon eine Abartigkeit der Globalisierung.

Mikel am Grill

Mikel am Grill

Aber auf Heilig Abend möchte ich auch nicht so ganz verzichten. So machte ich mich mit meiner Familie auf den Weg zum Restaurant von Michael. Er hatte ein 40-kg-Schwein gekauft und das wurde auf seinen selbstgebauten Grill zubereitet. Dieser Grill besitzt auch einen Motorantrieb und das macht das Grillen leichter. Dazu leckeren Kartoffel- und Nudelsalat. Ich gönnte mir mit Schwiegervater Koestritzer Schwarzbier. So verbrachte ich das Fest ohne Stress und Spannungen.

Jahreswechsel

Das ist ein ganz wichtiges Fest im Thai Kalender. Zu diesem Fest kommen die Einheimischen zu ihren Familien zurück. In meinem Ort arbeiten einige Menschen in Singapur, Dubai aber auch in Bangkok und anderen Ballungsgebieten. Sie bringen Geld mit und eine ausgelassene Freude.

die geister futtern

die Geister futtern

In diesem Jahr startete am 27.12. die erste Party. Dazu wird viel gegessen und getrunken. Die Thais aus der Ferne haben dann einiges zu berichten. Diese Festzeremonie setzt sich dann von Familie fort. Der Gau um Mitternacht findet hier nicht statt. Wir haben am Silvester gemeinsam zu Abend gegessen und zur normaler Zeit zu Bett gegangen. Aber am 01.01. ging es früh los. Erst einmal gegen 06.00 Uhr gab es die Neujahresglückwünsche der Dorfvorsteherin. Dann ging es mit lauter Musik weiter. Meine Frau kam vom Markt zurück mit vielen Köstlichkeiten. Aber eh wir essen durften wurden erst einmal die Geister gefüttert. Nach geraumer Zeit ging es dann aber mit uns los. Es kamen die Verwandten, Nachbarn und Freunde.
Die Gluecksbringer

Die Gluecksbringer

Was ich toll finde, es gibt keine Klassenschranken, jeder ist herzlich willkommen ob Landarbeiter, Großbauer oder Unternehmer. Dann ist es hier Brauch, das wir dann noch andere Partys aufsuchen. So ging es dann zur Dorfvorsteherin, zu einer Großbäuerin und einem Unternehmer. Hier gab es dann die Karaoke Stimmen und das Tanzbein wurde geschwungen. Alles verlief friedlich und ohne Hast.

Wir wünschen allen ein gutes Jahr 2013 sowie 2556.



Travian Browsergame


1 Kommentar

  1. Jörg said,

    9. Januar 2013 um 14:05

    Traditonen müssen sein, egal wo und wann auf der Welt. Habe selber für 3 Jahre im Landesinneren gewohnt und mir mit meiner Frau einen unechten Tannebaum extra online bstellt. Nachbarn fanden das verrückt, aber irgendwie auch lustig


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