Zu heiß im April in Kamphaeng Phet

Ich bin zwar hier gewohnt, die Trockenzeit und das hatte mich bisher nie gestört. Aber in diesem Jahr ist es besonders schlimm. Das Thermometer klettert dauerhaft auf 41 und 42 Grad Celsius im Schatten.
Dazu kommt, dass es fast nicht regnet. Oft grollt es zwar am Himmel, aber es fällt kaum Regen. Das es trotzdem noch alles noch so schön grün ist, das ist dem hohen Grundwasserspiegel zu verdanken. Aber dieser sinkt ständig und der Fluss in unsere Nähe besitzt schon einen sehr starken Tiefgang. Das hat auch zur Folge, dass die kommunale Wasserversorgung gedrosselt wird. Aber, da sorgen wir vor und wir haben jeweils in unseren Bädern große Wassertonnen. Dort achte ich immer, dass diese immer gefüllt werden. Jetzt möchte mein Sohn auch schwimmen, aber die Bäder in der Stadt sind zum bersten voll. Dort macht es absolut keinen Spaß. Jetzt hat mein Freund Mike vorgeschlagen, wir können doch seinen Pool mit nutzen. Diesen tollen Pool hat er in Eigenregie errichtet. So bin ich mit meinem Sohn an einem Sonntag losgefahren und haben dieses tolle Angebot genutzt. Da, ich keine „Badenixe“ bin, so habe ich mich lieber an einem kühlen Bier gelabt. Es war ein toller Nachmittag, den wir gerne wiederholen werden.

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Sonkran ohne Wasser?

Sonkran, das ist das Fest, der Feste für die Thais. Es ist das Thai Neujahresfest. Dieses Fest wurde auf dem 13. bis zum 15. April 2019 terminiert. Aber in der Realität beginnt dieses Fest schon viel eher und endet auch einige Tage später. Der Grund ist, dieses Fest wird zusammen mit der Familie begangen. Viele Familienmitglieder, die außerhalb arbeiten, die kehren zu diesem Fest zurück. So sind weit vor dem 13. April Millionen Menschen unterwegs. Schon seit langem gibt es keine Tickets mehr für die Flugzeuge, Busse und auch für die Züge. Obwohl die Busunternehmen viele und zusätzliche Minibusse einsetzen, so herrscht ein Chaos auf den Straßen. Auch weil viele Leute mit ihrem eigenen Auto unterwegs sind. Die ersten „Heimkehrer“ trudelten dann schon an dem Wochenende vom 6./7.04.2019 ein. Das wurde natürlich festlich begangen. Nach und nach trudelten immer mehr Leute in meiner Gemeinde ein. Das wurde natürlich auch zünftig begangen und so schallte viel, sowie zu laute Musik durch die Strassen. In dieser Frage sind einige Thais eher Rücksichtslos.


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Dann kam die Ankündigung, vom Bürgermeister vom Gemeindeverbund, dass zu Sonkran mit Wasser sparsam umgegangen werden muss. Das war doch für einige Thais, wie ein Schlag in das Gesicht. Denn zu diesem Fest finden wahre Wasserschlachten auf den Strassen statt. So war es dann auch in der Praxis so, dass ab 07.00 Uhr die Wasserzufuhr erheblich gedrosselt wurde. Einige junge Leute hatten dann die Idee, das Wasser aus dem Fluss zu schöpfen. So ging es dann mit dem Pick up zum Fluss und mit Hand wurde dann dieses Wasser in die Tonnen gegossen.


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Bei uns zu Hause war es sehr ruhig und wir haben uns dann am 13.04.2019 ab dem Abend dem Sonkran Fest zugewandt. Dann ging es zum Nachbarn. Am Sonntag früh ging es dann weiter. Wir haben im Haus etliche Buddha Statuen und andere religiöse Dinge. Die wurden abgewaschen. Dazu habe ich, nach alter Tradition mit Schwiegervater einige Biere getrunken. Mein Schwiegervater trinkt zwei große Bier und dann ist bei im Schluss. So uffert das bei uns nie aus. Ich habe dann Freunden und Bekannten den Rest vom Sonntag verbracht. Dabei wurden auch verschiedene Sachen gegrillt. Dann wurde bei mir auch das Sonkran Fest beendet.

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Aber bei vielen Thais ging die Party weiter. Am Montag machten sich einige Leute auf dem Weg in die Stadt Kamphaeng Phet. Dort ging es hoch her. Am Dienstag ging es weiter, denn dann gab es ein Fest bei uns im Wat, der Tempelanlage. Aber das habe ich alles aus der Ferne betrachtet. Ab dem 17.04.2019 machten sich die ersten auf dem Weg zur ihren Arbeitsstellen. Die letzten haben am Samstag, dem 21.04.2019 unsere Gemeinde verlassen. Jetzt ist wieder eine himmlische Ruhe eingetreten. Das, was ich liebe.