Die ersten Wochen im Jahr 2019

In der Vergangenheit hatte ich immer gelächelt, als ich den Spruch hörte: Rentner haben niemals Zeit.

Jetzt bin ich auch ein glücklicher Rentner und dieser Spruch trifft auch auf mich zu. Die Zeit vergeht rasend und jetzt sind schon die ersten Wochen im Jahr 2019 vorüber.


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Aber, dass soll mich nicht abhalten, davon zu berichten, was hier so alles passiert ist.

Besuch in Vietnam/Saigon

Im Januar 2019 bin ich mit drei anderen Freunden nach Vietnam, nach Saigon geflogen. Das hatte zwei Gründe. Zum einen mal dieses asiatisches Land besser kennen zu lernen und der zweit Grund war, ich brauchte ein neues Visum. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Als Rentner kann ich hier, in Thailand mir eine Jahresaufenthaltserlaubnis ausstellen lassen. Dazu benötige ich 800.000 Baht auf ein Thai Konto. Das habe ich allerdings nicht. Die zweite Variante ist, ich habe ein monatliches Einkommen von 65.000 Baht. Aber im Moment ist der Wechselkurs so schlecht und so erfülle ich diese Bedingung durch meine Rente auch nicht.

Eine zweite Variante gibt es auch, denn ich bin ja mit einer Thai verheiratet. Dazu brauche ich 400.000 Baht oder 40.000 Baht monatliches Einkommen. Die zweite Bedingung erfülle ich, aber davon mache ich keinen Gebrauch. Der Grund ist, wir bekommen Besuch von der Ausländerbehörde und hier wird der Verdacht der Scheinehe nachgegangen. Auch müssen mehr Unterlagen bei der Antragstellung eingereicht werden. Also im Moment ist das keine Option für mich.

Dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit, wir holen uns ein Visa ausserhalb von Thailand. Das kann in einer Thai Botschaft/Konsulat sein. So haben wir entschieden, wir fliegen nach Saigon. Kurz und knapp, das hat sich gelohnt. Ein Freund von mir und ich hatten das genutzt.

vietnam

saigon

Wichtig ist, dass alle Unterlagen vollständig sind und auch Kopien müssen vorhanden sein. Das hatten wir alles und nach drei Minuten war alles erledigt. Nach Zahlung von 200 US Dollar erhielt ich eine Quittung. Keine Fragen, kein Kapitalnachweis, einfach nichts. Einfacher geht es nicht.

Am nächsten Tag habe ich meinen Pass abgeholt und so habe ich jetzt ein: Non-Immigrant- Visum-O.

Das gilt jetzt ein Jahr. Allerdings muss ich alle 90 Tage das Land kurz verlassen und wieder einreisen.

Aber, das ist kein Problem und wir fahren dann nach Mae Sot, das sind etwa von Kamphaeng Phet aus 150 km. Das ist für uns ein Halbtagesausflug.

Ist Saigon zu empfehlen?

Unbedingt und der ganzen Truppe hat diese Stadt sehr gut gefallen. Die Stadt ist sauber und die Menschen sind ausgesprochen freundlich. Aber etwas aufpassen, denn einige sind auch bisschen abgewixter, als die Thais. Aber aufpassen muss man ja überall auf dieser Welt. Das Essen ist super, das begann beim Frühstück im Hotel und auch das Essen in der Stadt, das ist einfach toll. Die gefüllten Baguettes einfach super und preislich sehr günstig. Auch am Abend gibt es ein super Nachtleben und Langeweile kommt hier nicht auf.

saigon

Auf alle Fälle geht es im kommenden Jahr wieder dorthin.

Was gab es noch so in diesen Wochen?

Das wichtigste ist ja, alle sind gesund und das sind wir. Der Kleine geht zur Schule und sehnt sich schon nach den Ferien. Die müssen bald beginnen, aber, wann das genau ist, dass weiss keiner. Mit einer konkreten Planung, das kennen die Thais nicht so. Dann hat der Fussball begonnen und es gab schon ein Heimspiel unserer Mannschaft, dem Kamphaeng Phet FC. Dieses Spiel wurde auch noch gewonnen, also happy auf der ganzen Linie.


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Visatour- es war wieder soweit

Ich bin in diesem Land freiwillig und habe die Gesetze hier zu beachten bzw. einzuhalten.
Jedes Land hat das Recht seine Visabestimmungen so festzulegen, wie es diese Regierung für richtig erachtet. Das ist in Deutschland nicht anders wie in Thailand. Also erspare ich mir die Diskussion über wenn und aber.
Wer länger hier als Tourist verbleiben möchte, hat verschiedene Varianten für ein Visum.
Für mich als fast 55 jähriger und mit einer Thai Frau verheiratet ergeben sich zwei Möglichkeiten.

1. Das Jahresvisa
Diese Visa erhalte ich auf meiner zuständigen Immigrationshörde, Ausländerbehörde in Nakhon Sawan. Außer das ich meine Ehe führe muss habe ich noch finanzielle Bedingungen erfüllen. Ich muss ein monatliches Einkommen von mindestens 40.000 Bath Nachweisen. Nach heutigem Stand: 1 Euro = 43 Bath, sind das etwa 930 €. Schlicht und ergreifend, dass habe ich nicht.
Oder ich lagere auf einer Thai Bank mindestens 400.000 Bath = etwa 9300 €. Diese Geld muss mindestens drei Monate auf der Bank liegen und ständig verfügbar sein. Leider liegt es dort wirklich nur, weil es gibt hier kaum Zinsen für diese Einlagen.
Die Immigrationsbehörde prüft gewissenhaft, dass keine Scheinehe vorliegt. Einige verlangen Bilder mit der Familie im Wohnzimmer oder mit der Frau im Schlafzimmer.
Auch ein Besuch der Beamten der Immigration bei uns zu Hause ist jederzeit möglich.
Ich habe mich im Moment entschieden dieses Visa nicht zu beantragen. Mein Geld soll nicht hier nutzlos herumliegen und ich möchte auch nicht zu viel von unserem Privatleben preisgeben. Nun ist die Behörde auch nicht um die Ecke, immerhin sind es bei Hin- und Rücktour etwa 300 km. Fehlt dann ein Dokument, dann bedeutet das dort wieder erscheinen und das Papier dort abgeben.

Immigrationsbehörde in Mae Sot

Immigrationsbehörde in Mae Sot

Aber es besteht ja noch eine zweite Möglichkeit für mich.
Ich hole mir außerhalb von Thailand auf einer thailändischen Botschaft ein Non-Immigrant-90 Tage-Visa mit mehreren Ein- und Ausreisen.
Meine letzten beide Visum habe ich auf der thailändischen Botschaft in Berlin geholt. Das war relativ einfach, mit Passbild, Pass, Kopie vom Pass meiner Frau und unsere Heiratsurkunde.
Keinen Nachweis über unsere Finanzen und keine Bilder aus unserem Privatleben. Kostenpunkt 120 € und mindestens drei Tage Bearbeitungszeit. Dieses Visa gilt ab Ausstellung ein Jahr. Nach genau 90 Tagen muss ich das Land verlassen und kann wieder einreisen. Der sogenannte Visarun.
Bevor das Visa abläuft habe ich noch einmal die Möglichkeit diesen Visarun zu machen und erhalte wieder 90 Tage.

So kann ich also mit diesem Visum fast 15 Monate in Thailand verweilen und das finde ich gut.
Ich stelle eine Webseite hier in meinem Blog:
http://www.siam-info.de/german/visum.html
Diese Webseite ist sehr gut und neben aktuellen Informationen gibt es Ausfüllmuster für die verschiedenen Anträge. Ich nutze das auch reichlich und es ist eine guter Unterstützung.

Am 04. April musste ich wieder meinen Visarun nach Mae Sot machen. Die Fahrt mit dem Auto dauert etwa 4 Stunden. Ich fahre die Strecke sehr gerne, denn sie führt durch einige Berge und ist eine gute Abwechslung.
Ich fahre direkt zum Grenzübergang und zu dieser Zeit ist sehr wenig los. Ich finde schnell einen Parkplatz und dann geht es zum Übergang.

Grenzübergang Mae Sot

Grenzübergang Mae Sot


Schnell wird meine Arrival Card aus dem Pass entfernt und der Beamte drückt mir den Ausreisestempel in meinen Pass.
Anschließend gehe ich über die Friedensbrücke nach Myanmar. Dort werde ich schon erwartet und die Beamten nehmen meinen Pass. Ich sehe auf dem Bildschirm des PC mein Bild und meine Daten. Alles wird sorgfältig registriert. Ich bezahle 500 Bath und in meinem Pass sind Ein- und Ausreisestempel vermerkt.
Einen Besuch in Myanmar habe ich bisher nicht unternommen. Das Land ist durch die lange Militärdiktatur ziemlich runter gewirtschaftet und das sieht man an den Menschen. Abgemagert in Lumpen gehüllt versuchen sie mir ein Geschäft vorzuschlagen, ich lehne aber ab. Einige Kinder, eingefallene Wangen betteln und ich gebe diesen einige Bath.
Auf der thailändischen Seite geht es auch ganz schnell. An einem extra Schalter werde ich schnell bedient und brav fülle ich die Einreisekarte, Arrival Card aus.
Nach kurzer Prüfung bekomme ich meinen Pass zurück und jetzt schaue ich genau auf das Datum des Stempels, ja das Datum ist korrekt und so reise ich wieder nach Thailand ein.
Friedensbrücke und Grenzgebiet

Friedensbrücke und Grenzgebiet


Auf der Rücktour mache ich dann Halt an einer Tempelanlage. Fast jedes Autos hupt, wenn es vorbei fährt. Das soll den Autofahrer schützen und die bösen Geister vertreiben. Einige machen wir einen kurzen Stopp zünden Raucherstäbchen an und begeben sich zu einem Gebet.
Tempelanlage

Mitten im Gebirge


Mein nächster Halt ist auf einem großen Markt. Hier kaufe ich noch einige Leckerbissen für meine Familie ein und dann geht es zurück.
Markt in der Nähe von Mae Sot

Markt

Ehrlich, ich freue mich schon auf die nächste Tour.